pic10.jpgThomas Weil, Friedberg

Alter Ego: Wo ist das Glück?

in Gräfelfing
mit der Künstlerin Lilli Plodeck und der Kommunikationsdesignerin Ulrike Görg

 

An jeweils fünf Projektvormittagen wird in der Werkstatt der Gräfelfinger Schule der Phantasie künstlerisch gearbeitet. Das Material Pappe ist vorgegeben, ebenso das Prinzip der beidseitigen Gestaltung: mit dem Schwerpunkt Farbe auf der einen Seite und dem Schwerpunkt Grafik bzw. Schrift auf der anderen. Alle SchülerInnen werden...


...so intensiv begleitet, dass individuelle Lösungen gefunden werden und am Ende ein fertiges Werk zu sehen ist.

Bevor die SchülerInnen ihre „Alter Egos“ als Umrisse entwerfen und aus Pappe (50x80cm) aussägen, fotografieren sie sich gegenseitig in unterschiedlichen Posen, machen Bewegungsstudien. Nachdem sich jeder für ein Bild entschieden hat, wird dieses als Skizze gezeichnet und einmal als Umriss sowie einmal als Farbentwurf festgehalten. Anschließend wird die Zeichnung auf das Format der Pappe übertragen. Die Vorderseite wird farbig bemalt, die leuchtenden Farben verbinden die einzelnen Figuren miteinander. Die Rückseite zeigt auf weißer Grundierung mit Tusche und Pinsel geschriebene Gedanken: Teile ich meine Wünsche mit anderen? Was verbindet uns? Wovon träume ich? Wo ist das Glück? Wichtig ist, dass die Jugendlichen ihre ganz persönlichen Gedanken aufschreiben, in der Muttersprache und in Deutsch. Diese Auseinandersetzung ist spannend, da die SchülerInnen – besonders in einer Übergangsklasse – aus vielen Nationen und verschiedenen Kulturkreisen kommen.

Die Figuren können Botschafter, Entdecker, Träumer, Abenteurer und Visionäre sein. Es entsteht eine Installation „Netzwerk der Herzenswünsche“, die am Ende des Projekts für alle sichtbar im Treppenhaus der Schule ausgestellt wird. Schwebend montiert laden die „Alter Ego“-Figuren zum Gespräch, zur Begegnung und Auseinandersetzung ein. Die Installation zeigt sowohl das Verbindende, als auch das Individuelle der Sehnsüchte, Träume, Ideen zu sich und der Welt. So unterschiedlich die Herkunftsländer, Geschichten und Bedingungen der Jugendlichen sein mögen, ihre Wünsche und Hoffnungen sind häufig sehr ähnlich. Die Workshops bieten eine Möglichkeit zur Selbstreflexion sowie zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

„Die Ergebnisse haben mich staunen lassen, denn ich hätte nie gedacht, dass alles so wunderschön wird“ Xenia (14). „Ich fand es toll, dass wir eine Erfahrung mitnehmen konnten: Wir sollten nie an uns zweifeln, denn wenn man etwas will, kann man es auch“ Alba (14).

Teilnehmer:
Mittelschule Lochham (Klassen 7a, 8Ü): 04.04.-02.05.2016, 30.05.-27.06.2016

Träger: Schule der Phantasie Gräfelfing gGmbH (Lilli Plodeck)
Copyright Fotos: Schule der Phantasie Gräfelfing gGmbH

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